Frühlingsgeschichte

Marienkäfer machen glücklich!

Der kleine Marienkäfer war neugierig. Er wollte die Welt erkunden und hatte keine Angst, dass ihm etwas zustoßen könnte. Aber seine Eltern machten sich Sorgen und baten ihn, nicht zu weit zu fliegen. „Geh nicht zu nah an die Menschen und kitzele sie an der Nase. Dann werden sie böse und schlagen nach dir!“, sagte der besorgte Marienkäfervater.

Der kleine Marienkäfer flog zuerst auf die große Wiese, wo bereits die wundervollen Frühlingsblumen blühten. Er roch das frische Gras und erfreute sich an der Sonne. Der Marienkäfer flog von Blüte zu Blüte und freute sich des Lebens. Von weitem sah er schon die zwei Jungs, die auf dem Weg vor der Wiese mit ihren ferngesteuerten Autos spielten. Nicht ein einziges Mal schauten sich die Jungen um.

Der kleine Marienkäfer konnte das nicht verstehen und wollte die Kinder auf die schöne Natur aufmerksam machen. Aber wie sollte das so ein kleiner Käfer anstellen? Zuerst wollte er den Jungs auf die Nasen fliegen. Aber das war ja viel zu gefährlich. Die Jungen hätten sich gestört gefühlt und im schlimmsten Fall hätten sie ihn dabei mit der Hand erschlagen.

Nein, er musste anders die Aufmerksamkeit der Jungs erwecken. Nach ein paar Überlegungen hatte er die Lösung. Er flog zuerst auf die eine und dann auf die andere Fernsteuerung und brachte sich dann so schnell wie möglich wieder in Sicherheit.

Der Plan ging auf. Die beiden Jungs wurden aufmerksam. „Hast du den kleinen Marienkäfer bemerkt?“, fragt der eine. „Ja, bei mir ist er direkt auf meine Fernsteuerung gelandet!“, antwortete der andere. Die Jungen schauten sich um, wo der kleine Käfer wohl geblieben war. Aber der saß schon etwas weiter entfernt auf einem Grashalm und lachte.

Er bemerkte, dass die Kinder nun interessiert nach ihm suchten und dabei auch auf die schönen Blumen aufmerksam wurden. Der Marienkäfer wollte den Kindern außerdem noch zeigen, dass die Sonne so schön scheint. Deshalb schwirrte er gleich im nächsten Moment um die Köpfe der erstaunten Jungs herum. „Schau, da ist er wieder!“, rief der eine. Der andere blinzelte in die Sonne und lachte: „Will uns der kleine Käfer zum Narren halten oder einfach Glück bringen?“.

Die Jungs legten sich mit dem ganzen Körper flach auf die Wiese und fragten sich, was denn eigentlich Glück sei. Da sagte der eine: „Glück ist, wenn man mit einem Freund auf einer Frühlingswiese in der Sonne liegt und die bunten Blumen und kleine Tiere bewundert“. Die Jungs entdeckten an diesem schönen Tag noch viele kleine Marienkäfer, Ameisen und Vögel und ließen ihre Autos samt Fernsteuerung erst einmal stehen.
(In Anlehnung an eine Frühlingsgeschichte vom MaterialGuru)